Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen und Formulare rund um Erzeugungsanlagen, die Strom in das Niederspannungsverteilnetz des Netzbetreibers einspeisen.

Antrag zum Netzanschluss

Um den geplanten Anschluss einer Erzeugungsanlage an das Niederspannungsverteilnetz der Stadtwerke Ostmünsterland zu prüfen führen wir eine Netzverträglichkeitsprüfung durch.

Hierfür benötigen wir folgende Unterlagen:

 E.1 Antrag auf Anschluss einer Eigenerzeugungsanlage

Nach einer positiven Netzverträglichkeitsprüfung erhalten Sie eine Einspeisezusage und können mit dem Bau der Anlage beginnen.


Bau einer Erzeugungsanlage

Hierzu sind insbesondere die Technischen Anschlussbedingungen der Stadtwerke Ostmünsterland, die VDE-AR-N 4100 und die VDE-AR-N 4105 zu beachten.

 TAB 2019 der Stadtwerke Ostmünsterland 

 

Da spätestens jetzt klar ist, was für eine Anlage mit welchen Komponenten aufgebaut wird, benötigen wir für den weiteren Verlauf folgende Unterlagen:

 E.2 Datenblatt für Erzeugungsanlagen 

  Einheitenzertifikate der Erzeugungseinheiten nach VDEAR-N 4105

  E.5 Prüfbericht Netzrückwirkungen für Erzeugungsanlagen mit einem Eingangsstrom > 75A nach VDEAR-N 4105

  E.6 Zertifikat für den NASchutz nach VDE-AR-N 4105

  Zertifikat für die Leistungsflussüberwachung am Netzanschlusspunkt (falls vorhanden)

  Herstellerdatenblätter der Erzeugungseinheiten

  Herstellerdatenblätter der PVModule (nur bei PV-Anlagen)

  Zulassungsbescheid der BAFA (nur bei Anlagen nach KWKG)

  Übersichtsschaltplan der Gesamtanlage mit Anordnung von Mess und Schutzeinrichtungen

 

Wird in dem Gesamtkonzept auch ein Speicher verbaut, benötigen wir zusätzlich:

 B.2/E.3 Datenblatt für Speicher 

 E.4 Einheitenzertifikat des Speichers nach VDEAR-N 4105

 Herstellerdatenblätter des Speichersystems

 Konformitätsnachweis des Speichersystems zum FNN Hinweis

Außerdem sollten Sie sich, eventuell mit Ihrem Anlagenerrichter zusammen, um die Umsetzung des Einspeisemanagements und bei Anlagen größer 100 kW um einen Direktvermarkter kümmern. Näheres zum Einspeisemanagements finden Sie weiter unten.

Sobald uns alle erforderlichen Unterlagen vollständig ausgefüllt und unterschrieben vorliegen, das Einspeisemanagement vorbereitet ist und Ihre Anlage fertig gestellt wurde, steht einer Inbetriebnahme nichts mehr entgegen.


Inbetriebnahme der Erzeugungsanlage

Um den Termin für die Inbetriebnahme mit uns zu vereinbaren benötigen wir einen Inbetriebsetzungsantrag.

 Inbetriebsetzungsantrag Strom 

Zu dem ausgemachten Termin wird die Erzeugungsanlage durch einen Installateur/Anlagenerrichter im Beisein eines Technikers der Stadtwerke Ostmünsterland in Betrieb genommen. Im Zuge der Inbetriebnahme erstellt der Installateur/Anlagenerrichter ein Inbetriebsetzungsprotokoll, welches vom Anlagenerrichter und Ihnen als Anlagenbetreiber zu Unterschreiben ist.

 E.8 Inbetriebsetzungsprotokoll für Erzeugungsanlagen und/oder Speicher 

Eine Ausführung des Protokolls bekommen wir als Netzbetreiber ausgehändigt.

Außerdem wird das Einspeisemanagement in diesem Zusammenhang auf Funktion geprüft.


Nach der Inbetriebnahme

Um Ihre Anlage nach der Inbetriebnahme auch kaufmännisch abwickeln zu können benötigen wir auch noch einige Informationen.

Wir benötigen eine Registrierungsbestätigung des Marktstammdatenregister. Hierfür müssen Sie ihre Erzeugungsanlage unter www.marktstammdatenregister.de registrieren nach erfolgreicher Registrierung erhalten Sie eine Registrierungsbestätigung, welche Sie uns bitte zukommen lassen.

Des Weiteren benötigen wir eine Erklärung zur Umsatzsteuer, Ihre Bankverbindung und ein SEPA-Lastschriftmandat. Benutzen Sie hierfür gerne die folgenden Formulare:

 Erklärung zur Umsatzsteuer & Bankverbindung

 SEPA-Lastschrift-Mandat

Haben Sie für Ihre Erzeugungsanlage einen Direktvermarkter (bei Anlagen > 100 kW Pflicht) benötigen wir außerdem eine Anmeldung der Anlage und einen Nachweis der Steuerbarkeit vom Direktvermarkter.


Einspeisemanagement

Entsprechend dem EEG und der VDE-AR-N 4105 müssen Erzeugungsanlagen über eine Einrichtung zur ferngesteuerten Reduzierung der Einspeiseleistung bei Netzüberlastung verfügen. Die Anforderungen sind abhängig von der installierten Leistung und der Energieerzeugungsart.

Alle Erzeugungsanlagen und alle Speicher, die in das Netz des Netzbetreibers einspeisen können, mit einer installierten Leistung von mehr als 100 kW müssen mit technischen Einrichtungen ausgestattet werden, sodass der Netzbetreiber jederzeit die Einspeisung bei Netzüberlastung ferngesteuert reduzieren und die jeweilige Ist-Einspeisung abrufen kann.

PV-Anlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 25 Kilowatt und höchstens 100 Kilowatt sind mit technischen Einrichtungen auszustatten, sodass der Netzbetreiber jederzeit die Einspeisung bei Netz-überlastung ferngesteuert reduzieren kann.

Bei PV-Anlagen mit einer installierten Leistung von höchstens 25 Kilowatt können die Anlagenbetreiber/-innen wählen, ob sie ihre Anlage ebenfalls mit einer Einrichtung zur ferngesteuerten Reduzierung der Einspeiseleistung bei Netzüberlastung ausstatten oder, ob sie die maximale Wirkleistungseinspeisung ihrer Anlage am Verknüpfungspunkt mit dem Netz auf 70% der installierten Leistung begrenzen.

Zur Umsetzung dieser Anforderungen ist der Leitfaden EEG Einspeisemanagement zu beachten.

 Leitfaden EEG Einspeisemanagement

 Montageanweisung FRE Antenne

Die benötigte technische Einrichtung ist über das Formular „Bestellung technische Einrichtung zur Umsetzung des Einspeisemanagements“ bei uns zu bestellen.

 Bestellung technische Einrichtung zur Umsetzung des Einspeisemanagements 

Die Umsetzung und die Funktion des Einspeisemanagements wird dann bei der Inbetriebnahme der Erzeugungsanlage getestet und mit einem der beiden Folgenden Formulare bestätigt:

 Bestätigung zur Umsetzung des Einspeisemanagements 

 Bestätigung der Leistungsbegrenzung

Abhängig davon, ob eine technische Einrichtung verbaut wurde, oder bei PV-Anlagen < 25 kW alternativ die Wirkleistungseinspeisung begrenzt wurde.

 


Ihre Ansprechpartner


Technischer Ansprechpartner

Abteilung Mess-, Leit- und Schutztechnik

Tel.: 02524 9315-275

eeg@so.de

KAUFMÄNNISCHER ANSPRECHPARTNER

Kay Zimmermann

Tel. 02524 9315-237
kay.zimmermann@so.de


Nicki Brockmann

Leitung Mess-, Leit- und Schutztechnik
nicki.brockmann@so.de