Erzeugungsanlagen am Mittelspannungsnetz

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen und Formulare rund um Erzeugungsanlagen, die Strom in das Mittelspannungsverteilnetz des Netzbetreibers einspeisen.

Antrag zum Netzanschluss

Um den geplanten Anschluss einer Erzeugungsanlage an das Niederspannungsverteilnetz der Stadtwerke Ostmünsterland zu prüfen führen wir eine Netzverträglichkeitsprüfung durch.

Hierfür benötigen wir folgende Unterlagen:

 E.1 Antrag auf Anschluss einer Eigenerzeugungsanlage

Nach einer positiven Netzverträglichkeitsprüfung erhalten Sie eine Vorabbestätigung, dass die von Ihnen gewünschte Einspeiseleistung an dem Netzverknüpfungspunkt in unserem Netz aufgenommen werden kann, womit sie nun in die Detailplanung Ihrer Anlage gehen können.


Vorbereitungsphase

Erzeugungsanlage aufgebaut wird, müssen Sie Ihre geplante Anlage von einer Zertifizierungsstelle zertifizieren lassen.

Hierfür benötigen Sie von uns einen ausgefüllten Netzbetreiber Abfragebogen.

 E.9 Netzbetreiber Abfragebogen

Senden Sie uns das Formular mit ausgefülltem Kopf und dem Abschnitt „Allgemeine Daten zur Anlage“ zu. Um dieses zu bearbeiten benötigen wir noch weitere Unterlagen:

 E.2 Datenblatt für Erzeugungsanlagen 

 E.13 Einheitenzertifikate der Erzeugungseinheiten nach VDEAR-N 4110

 E.14 Komponentenzertifikat nach VDEAR-N 4110, wenn Zusatzkomponenten vorhanden sind

 Herstellerdatenblätter der Erzeugungseinheiten

 Herstellerdatenblätter der PVModule (nur bei PV-Anlagen)

 Zertifikat für die Leistungsflussüberwachung am Netzanschlusspunkt (falls vorhanden)

 Übersichtsschaltplan der Gesamtanlage mit Anordnung von Mess und Schutzeinrichtungen

 

Wird in dem Gesamtkonzept auch ein Speicher verbaut, benötigen wir zusätzlich:

 B.2/E.3 Datenblatt für Speicher 

 E.13 Einheitenzertifikat des Speichers nach VDEAR-N 4110

 Herstellerdatenblätter des Speichersystems

 Konformitätsnachweis des Speichersystems zum FNN Hinweis

Wenn wir diese Unterlagen haben, können wir die benötigten Daten ermitteln und den Netzbetreiber Abfragebogen ausfüllen. Diesen lassen wir Ihnen dann zukommen, damit Sie sich um die Erstellung des Anlagenzertifikates kümmern können.

Wenn ihre geplante Erzeugungsanlage nun zertifizierungsfähig ist, bekommen Sie von der Zertifizierungsstelle ein „E.15 Anlagenzertifikat“ ausgestellt, welches Sie uns zur Überprüfung zukommen lassen.

Gibt es nun keine weiteren Beanstandungen, erteilen wir Ihnen eine Einspeisezusage.


Bau einer Erzeugungsanlage

Mit dem Erhalt der Einspeisezusage können Sie nun mit dem Bau der Erzeugungsanlage beginnen.

Hierzu sind insbesondere die Technischen Anschlussbedingungen der Stadtwerke Ostmünsterland, die VDE-AR-N 4100 und die VDE-AR-N4110 zu beachten.

 TAB 2019 der Stadtwerke Ostmünsterland 

 TAB Mittelspannung der Stadtwerke Ostmünsterland 

Außerdem sollten Sie sich, eventuell mit Ihrem Anlagenerrichter zusammen, um die Umsetzung des Netzsicherheitsmanagements und bei Anlagen über 100 kW um einen Direktvermarkter kümmern (näheres zum Netzsicherheitsmanagement siehe weiter unten)

Sobald Ihre Anlage fertig aufgebaut wurde und das Netzsicherheitsmanagement vorbereitet ist können die Abrechnungszähler beantragt werden.


Zählersetzung

Um den Termin für die Zählersetzung mit uns zu vereinbaren benötigen wir einen Inbetriebsetzungsantrag.

 Inbetriebsetzungsantrag Strom 

Zu dem ausgemachten Termin wird die Erzeugungsanlage durch einen Installateur/Anlagenerrichter im Beisein eines Technikers der Stadtwerke Ostmünsterland einer Installationskontrolle unterzogen. Ist hierbei nichts zu beanstanden, werden die Zähler montiert und es wird eine vorübergehende Betriebserlaubnis erteilt, um den Inbetriebnahme Prozess durchführen zu können.


Inbetriebnahme-Prozess der Erzeugungsanlage

Erst jetzt darf die Erzeugungsanlage eingeschaltet werden, um die Inbetriebnahme durchzuführen. Dieses kann je nach Anlagenkomplexität direkt nach der Zählersetzung oder später durchgeführt werden. Die Termine sind jedoch mit dem Netzbetreiber abzustimmen, da dieser sich vorbehält bei der Inbetriebnahme dabei zu sein.

Im Zuge der Inbetriebnahme erstellt der Installateur/Anlagenerrichter ein Inbetriebsetzungsprotokoll für jede Erzeugungseinheit der Erzeugungsanlage, die vom Anlagenerrichter und Ihnen als Anlagenbetreiber zu Unterschreiben ist.

 E.8 Inbetriebsetzungsprotokoll für Erzeugungsanlagen und/oder Speicher 

Dieses beinhaltet auch die Prüfung der Funktionalität des Netzsicherheitsmanagements. Eine Ausführung des Protokolls bekommen wir als Netzbetreiber ausgehändigt.

Ist die gesamte Anlage in Betrieb genommen, ist durch eine Qualifizierte Stelle (Gutachter, Hersteller, …) eine Inbetriebsetzungserklärung zu erstellen, die vom Ersteller der Inbetriebsetzungserklärung und Ihnen als Anlagenbetreiber zu Unterschreiben ist.

 E.11 Inbetriebsetzungserklärung Erzeugungsanlage/Speicher 

Eine Ausführung der Inbetriebsetzungserklärung ist uns als Netzbetreiber auszuhändigen.


Konformitätserklärung

Auf Basis des Anlagenzertifikates und der Inbetriebsetzungserklärung ist nun die Konformität der Erzeugungsanlage zu den Anforderungen der VDE-AR-N4110 und den Vorgaben des Netzbetreibers nachzuweisen. Hierfür müssen Sie eine unabhängige akkreditierte Zertifizierungsstelle beauftragen.

Für die Einreichung der Konformitätserklärung haben Sie als Anlagenbetreiber maximal 12 Monate nach Inbetriebsetzung der ersten Erzeugungseinheit Zeit.

Erst nach Vorlage einer vollständigen Konformitätserklärung, die eine mängelfreie Erzeugungsanlage/Speicher ausweist, können wir Ihnen eine Endgültige Betriebserlaubnis erteilen.


Nach der Inbetriebnahme

Um Ihre Anlage nach der Inbetriebnahme auch kaufmännisch abwickeln zu können benötigen wir auch noch einige Informationen.

Wir benötigen eine Registrierungsbestätigung des Marktstammdatenregister. Hierfür müssen Sie ihre Erzeugungsanlage unter www.marktstammdatenregister.de registrieren nach erfolgreicher Registrierung erhalten Sie eine Registrierungsbestätigung, welche Sie uns bitte zukommen lassen.

Des Weiteren benötigen wir eine Erklärung zur Umsatzsteuer, Ihre Bankverbindung und ein SEPA-Lastschriftmandat. Benutzen Sie hierfür gerne die folgenden Formulare:

 Erklärung zur Umsatzsteuer & Bankverbindung

 SEPA-Lastschrift-Mandat

Haben Sie für Ihre Erzeugungsanlage einen Direktvermarkter (bei Anlagen > 100 kW Pflicht) benötigen wir außerdem eine Anmeldung der Anlage und einen Nachweis der Steuerbarkeit vom Direktvermarkter.


Netzsicherheitsmanagement (Einspeisemanagement)

Entsprechend der VDE-AR-N 4110 sind Erzeugungsanlagen in das Netzsicherheitsmanagement des Netzbetreibers einzubinden.

Zur Umsetzung dieser Anforderungen ist der Leitfaden EEG Einspeisemanagement zu beachten.

 Leitfaden EEG Einspeisemanagement

Das Konzept zur Umsetzung ist inklusive der notwendigen Kommunikationsverbindungen mit Beschreibung der Schnittstellen und der zugehörigen Laufzeiten schematisch darzustellen. Die technische Mindestleistung der Erzeugungsanlage, bei der sie noch am Netz verbleiben kann, ist auszuweisen.

Die benötigte technische Einrichtung ist über das Formular „Bestellung technische Einrichtung zur Umsetzung des Einspeisemanagements“ bei uns zu bestellen.

 Bestellung technische Einrichtung zur Umsetzung des Einspeisemanagements 

Die Umsetzung und die Funktion des Einspeisemanagements wird dann bei der Inbetriebnahme der Erzeugungsanlage getestet und mit einem der beiden Folgenden Formulare bestätigt:

 Bestätigung zur Umsetzung des Einspeisemanagements 

 


Ihre Ansprechpartner


Technischer Ansprechpartner

Abteilung Mess-, Leit- und Schutztechnik

Tel.: 02524 9315-275

eeg@so.de

KAUFMÄNNISCHER ANSPRECHPARTNER

Kay Zimmermann

Tel. 02524 9315-237
kay.zimmermann@so.de


Nicki Brockmann

Leitung Mess-, Leit- und Schutztechnik
nicki.brockmann@so.de